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Logien 011 - 020
Thomastext Logion 011
Jesus: Dieser Himmel und der Himmel über ihm wird vergehen. Die Toten leben nicht, und die Lebenden sterben nicht. Indem ihr esst, was tot war, macht ihr daraus etwas, das lebt. Da ihr nun ins Licht geht – was wollt ihr tun? Obwohl ihr einer seid, wurdet ihr zwei; da ihr nun zwei seid – was wollt ihr tun?
Der kanonische Text
Mt 24,35 + Mk 13,31 + Lk 21,33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Lk 9,60 Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber gehe hin und verkündige das Reich Gottes! Mt 8,22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach und lass die Toten ihre Toten begraben!
Lk 24,5 Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was suchet ihr den Lebenden bei den Toten?
Joh 3,21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind.Mt 19,5 und sprach: «Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sein»? Mk 10,8 und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
Mt 10,34 Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Mt 10,35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
Vergleichung
Bis auf den letzten Satz des T-Logion, der mit seiner Frage am Ende einzigartig ist, kann beim übrigen Sinngehalt ergänzende Übereinstimmung bemerkt werden. Zum Licht kommen oder ins Licht gehen macht keinen Unterschied. Und natürlich sind die Lebenden nicht bei den Toten, die tot bleiben, wohingegen die Lebenden lebendig bleiben. Über Leben und Tod entscheidet allein der Glaube an Jesus mit der Erkenntnis Christi. Wer dies erfüllt darf sich zu den Lebenden zählen, und wer nicht zu den Toten.
Was den Schlusssatz des T-Logion betrifft, so wird er hier als medial-prophetisch eingestuft. Ohne Spezialwissen kann er nicht gedeutet werden. So muss es auch den übrigen Evangelienschreibern ergangen sein, indem sich hierzu keine echte biblische Entsprechung finden lässt. Nach hiesiger Auffassung kann aber mit dem Einen zu Zweien, oder umgekehrt den Zweien zu Einen, nur der ganzheitliche als Mann und Frau bestehende Mensch gemeint sein. Ihre Entzweiung entspricht dem alles auftrennenden Wesen der Zeit, bzw. auch dem Schwerte Christi.
Thomastext Logion 012
Jesu Schüler sprachen: Wir wissen, dass du uns verlässt. Doch wer führt uns dann? Jesus entgegnete nun: Wo ihr angekommen seid, da geht zu Jakobus dem Gerechten; für ihn sind Himmel und Erde gemacht.
Der kanonische Text
Joh 8,21 Nun sprach Jesus wiederum zu ihnen: Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen! Joh 13,33 Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen, so sage ich jetzt auch zu euch. Joh 13,36 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst mir aber später folgen.
Vergleichung
Auch hier haben wir wieder die Situation, dass im T-Logion die Frage formuliert ist, und in der Bibel die Antwort, in diesem Fall allerdings nur zur Hälfte. Die andere Antworthälfte gibt aber der T-Logion selbst mit dem gerechten Jakobus. Offenbar hält ihn Jesus für so zuständig und geeignet, dass er ihn seinen bereits m Glauben fortgeschrittenen Jüngern als die dann gegebene Anlaufstation nennt.
Thomastext Logion 013
Jesus zu seinen Jüngern: Vergleicht mich und sagt mir, wem ich gleiche! Da sagte Simon Petrus: Du bist wie ein gerechter Engel. Und Matthäus sagte zu ihm: Du bist ein Mensch, einsichtig wie ein Philosoph. Thomas aber erwiderte: Meister, mein Mund kann unmöglich sagen, wem du gleich bist! Da sprach Jesus: Ich bin nicht dein Meister; denn du hast getrunken und dich berauscht an der sprudelnden Quelle, die ich ausgemessen habe. Und er nahm ihn beiseite und sprach drei Worte zu ihm. Als Thomas dann zu seinen Gefährten zurückkam, fragten sie ihn: Was hat Jesus mit dir gesprochen? Thomas erwiderte ihnen: Wenn ich euch eins der Worte mitteile, die er mit mir gesprochen hat, dann würdet ihr mit Steinen nach mir werfen, und Feuer würde aus den Steinen sprühen und euch verbrennen.
Der kanonische Text
Mt 16,15 Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Mk 8,27 Und Jesus ging samt seinen Jüngern hinaus in die Dörfer bei Cäsarea Philippi; und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Für wen halten mich die Leute? Mk 8,29 Und er fragte sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus! Lk 9,18 Und es begab sich, als er in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie und sprach: Für wen halten mich die Leute? Lk 9,20 Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach: Für den Gesalbten Gottes!
Mk 13,6 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es, - und werden viele irreführen! Lk 21,8 Er sprach: Sehet zu, dass ihr nicht irregeführt werdet! Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin es! - und: Die Zeit ist nahe! Laufet ihnen nicht nach!
Joh 20,27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Vergleichung
Diesmal liegt die Frage mehr bei der Bibel und die Antwort mehr im T-Logion wem Jesus gleicht bzw. für was man ihn hält. Petrus gibt Jesus mit "Christus" die richtige Antwort, während sich dagegen Thomas mit seinem Ausweichen einen gehörigen Rüffel der Weltverfangenheit einhandelt. Offenbar war Thomas quasi das Sorgenkind Jesu, dem er entsprechend zusetzen musste. Dass dies aber bei Thomas wenig bewirkt haben konnte, das zeigen seine bis zuletzt gehegten Zweifel am Sein des Lebendigen.
Fazit: Alle Evangelisten ergänzen sich hier in idealer Weise.
Thomastext Logion 014
Jesus: Wenn ihr fastet (und bleibt doch die alten), schafft ihr euch nur Sünde. Und wenn ihr betet, richtet ihr euch nur selbst. Und wenn ihr Almosen gebt, fügt ihr eurem Geist nur Schaden zu. Wenn ihr in irgendein Land geht und es durchwandert und wenn man euch dann aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt, und heilt die Kranken unter ihnen. Denn was hineingeht in euren Mund, verunreinigt euch nicht. Aber was aus eurem Munde herauskommt, das ist es, was euch unrein macht.
Der kanonische Text
Mt 6,7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Mt 6,5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie beten gern in den Synagogen und an den Straßenecken, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Mt 6,16 Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt werde, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Mt 6,8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, ehe ihr ihn bittet.
Mt 15,11 Nicht das, was zum Munde hineingeht, verunreinigt den Menschen; sondern das was aus seinem Munde herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Mt 15,18 Was aber aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen.
Vergleichung
Jesus hätte keine biblischen Warnungen zum Fasten und Beten ausgesprochen, wenn es dafür keine ernsten Anlass gegeben hätte. Da ist effektiv der T-Logion die ehrlichere aber eben kompromisslose Haltung Jesu. Bei allgemein annähernd vollständig falschem Beten und Fasten belastet man sich in der Tat mehr, als etwa persönliche Entlastung bewirkt werden könnte. Da Gott alles weiß, braucht es generell kein Beten. Das käme ja ohnehin aus dem unreinen Herzen und verunreinigte somit den Menschen weiterhin.
Fazit: Da das Fasten und Beten traditionell ein nicht abzustellendes religiöses Bedürfnis der Allgemeinheit darstellt, welche sich die Kirche stets zunutze machen wusste, darf man davon ausgehen, dass allein schon für diese Ketzerei Jesu der Thomastext in der Vergangenheit keinerlei kirchliche Gnade finden konnte, und zukünftig wohl auch nicht finden kann.
Thomastext Logion 015
Jesus: Wenn ihr den von keiner Frau Geborenen seht, dann werft euch nieder auf euer Angesicht und verehrt ihn! Denn er ist euer Vater.
Der kanonische Text
Joh 3,8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt, noch wohin er fährt. Also ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Joh 3,6 Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, das ist Geist. Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Vergleichung
Der Geistgeborene ist der Vater, so wie auch Jesus als Geistgeborener ihn verkörpert. Ohne Geistgeborenheit kann man jedoch weder den Geist noch den Vater erkennen. Ohne Erkennen muss man glauben, dass Jesus aus dem Geist Geborener und damit wenn nicht schon Vater, so doch zumindest der anbetungswürdige Sohn ist.
Beide Texte stimmen darin überein, dass der von keiner Frau Geborene weder als solcher erkannt noch als solcher gewürdigt wird.
Thomastext Logion 016
Jesus: Die Menschen meinen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Erde zu bringen. Aber sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, Streit auf die Erde zu bringen, Feuer, Schwert und Krieg. Denn es werden fünf sein in einem Hause. Drei werden gegen zwei sein, und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn, und der Sohn gegen den Vater. Und jeder wird allein dastehen.
Der kanonische Text
Mt 10,34 Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Mt 10,35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
Vergleichung
Ein fast identischer Text bei vollkommen identischem Sinn. Was beiden Texten hier noch fehlt, das ist der Mann gegen seine Ehefrau, und die Frau gegen ihren Ehemann entsprechend 1Mo 3,15 (Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.) Wir dürfen davon ausgehen. dass Jesus auch die Entzweiung von Mann und Frau mitaufgezählt hatte. Die textliche Aussparung zeigt wieder einmal mehr, wie löcherig die Überlieferung insgesamt ist. Der göttliche Friede des Herrn muss in der satanischen Zeitwelt der eben dem Paradies gleichenden Ewigkeitswelt Gottes vorbehalten bleiben. Bei einer solchen Sachlage muss selbst Jesus zum Störenfried einer sich mit Satan und Tod zu arrangieren suchenden Welt werden.
Thomastext Logion 017
Jesus: Ich gebe euch, was kein Auge je gesehen, was kein Ohr je gehört und was keine Hand je berührt hat – was in keines Menschen Herz je aufgestiegen ist!
Der kanonische Text
Joh 10,28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Vergleichung
Das ewige Leben ist genau das, was kein Auge je gesehen, was kein Ohr je gehört und was keine Hand je berührt hat, und was in keines Menschen Herz je aufgestiegen ist!
Wir haben es also hier wieder mit einer sich wechselseitig ergänzenden Textverteilung bei identischem Sinn zu tun. Der T-Logion knüpft dabei an folgenden Vers bei Jesajas an, der zudem auch bei den Korinthern Vorlage war.
Jes 64,3 Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, dass ein Gott tätig war für diejenigen, die auf ihn warten, außer dir allein! 1Kor 2,9 Sondern, wie geschrieben steht: «Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen in den Sinn gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben»,
Thomastext Logion 018
Die Schüler baten Jesus: Sag uns doch, wie unser Ende ist! Jesus aber sprach: Habt ihr denn schon den Anfang entdeckt, dass ihr nach dem Ende fragt? Denn wo der Anfang war, da wird das Ende sein. Selig, wer im Anfang steht! Denn er erkennt das Ende, und wird den Tod nicht schmecken.
Der kanonische Text
Eine echte Entsprechung gibt es hier nicht. Nur entfernt lässt sich zum Thema folgender Vers heranziehen, da er in einem etwas anderen thematischen Zusammenhang steht.
Mt 24,36 Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.
Vergleichung
Bei der Frage wie authentisch oder biblisch der T-Logion zu bewerten ist, haben wir sehr wohl einen direkten Bezug zu anderen biblischen Quellen, so dass an seiner Echtheit und Güte nicht im geringsten gezweifelt werden kann.
Jes 46,10 Ich verkündige von Anfang an den Ausgang und von alters her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, will ich tun.
Jes 44,6 So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Jes 48,12 Höre auf mich, Jakob, und du Israel, mein Berufener! Ich bin derselbe! Ich bin der Erste, und ich bin auch der Letzte!
Offb 21,6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! Offb 22,13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Fazit: Gott der Herr ist der Anfang und das Ende in Person. Wer also Gott entdeckt, der hat bei sich selbst seinen Anfang gefunden, und wird weiter bei sich erkennen, dass die Person des Herrn zugleich auch sein Ende sein wird, weshalb er absolut sicher sein kann, dass er seinen Tod überleben wird.
Thomastext Logion 019
Jesus sagte: Selig, wer war, bevor er wurde! Wenn ihr mir folgt und auf meine Worte hört, dann dienen die Steine hier euch. Denn ihr habt fünf Bäume im Paradies, die kein Sommer und kein Winter bewegt und deren Blätter nicht fallen. Wer sie kennt, der wird den Tod nicht schmecken.
Der kanonische Text
Joh 8,58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!
Vergleichung
Jesus war also vor Abraham. Er war ergo bevor er zeitlich nach Abraham wurde, weshalb er war, bevor er wurde. Mit den beiden - sich wieder ergänzenden - Texten gibt Jesus zu verstehen, dass seine Existenz eine überzeitliche ist. Wobei eben die Schnittstelle von zeitlichem Anfang und zeitlichem Ende quasi nur paradiesische d.h. selige Auszeit sein kann. Sich in ihr zu befinden, das bedeutet wiederum, dass die eigene Existenz mit einer zusätzlichen Dimension versehen dadurch nicht mehr durch Welt und Tod gefährdet ist.
Thomastext Logion 020
Die Schüler baten Jesus: Sage uns, wie das Himmelreich aussieht! Er sprach zu ihnen: Gleich einem Senfkorn ist es kleiner als alle anderen Samen. Wenn es jedoch auf Land fällt, das man bebaut, dann treibt es einen großen Spross empor und wird zum Schutz für die Vögel am Himmel.
Der kanonische Text
Mk 4,31 Gottes Reich ist einem Senfkorn gleich, welches, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste ist unter allen Samenkörnern auf Erden. Lk 13,19 Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und ward zu einem Baume, und die Vögel des Himmels nisteten auf seinen Zweigen. Mt 13,24 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Mt 13,31 Und noch ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte. Mt 13,33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich ist gleich einem Sauerteig, den ein Weib nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert ward. Mt 13,44 Das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker. Mt 13,45 Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Mt 13,47 Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Netz, das ins Meer geworfen ward und [Fische] von allerlei Art zusammenbrachte. Mt 18,23 Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Mt 20,1 Denn das Himmelreich ist einem Hausherrn gleich, welcher am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg zu dingen. Mt 22,2 Das Himmelreich ist einem menschlichen König gleich, der seinem Sohne Hochzeit machte.
Vergleichung
Hier braucht man eigentlich kein Wort mehr zu verlieren. Zu offensichtlich ist das Ganze. Für all diejenigen, welche mit den Gleichnissen wenig oder gar nichts anfangen können, sei gesagt, dass es bei aller Verkündigung Jesu immer nur um das im eigenen Inneren verborgene universale Selbst geht. Es ist wegen seiner Universalität unendlich und unvergänglich, eben alles in einem, das komplette Universum als allmächtige Person.
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