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Wir
haben es uns mit den vorangegangenen Evangelienabgleichen
wahrlich nicht
leicht gemacht. Bis auf ganze drei Ausnahmen mit den T-Logien 081 +
097 + 098 konnten sehr gute bis passable Entsprechungen des
Thomastextes aus den biblischen Evangelien herausgefiltert
werden. Dabei hat sich gezeigt, dass die Textunterschiede
bei Markus, Lukas, Matthäus und Johannes nicht kleiner sind,
als deren Textunterschiede zum Thomasevangelium. In manchen
Teilen konnte der Thomastext als der ergiebigere und bessere
festgestellt werden, und in wieder anderen Teilen liegt der
eindeutige Vorteil bei den Bibelevangelien.
In
jedem Fall ergänzen sich alle Evangelien wechselseitig, und
ohne den Thomastext würde der Zugang zu den vier
Bibelevangelien bzw. das richtige Verständnis erheblich
schwerer sein. Wie man nun landläufig weiß, nimmt ja unter den
Bibelevangelien das des Johannes eine herausragende Stellung
ein, hauptsächlich wegen seiner Systematik und
Geistbezogenheit. Dagegen liegt der Schwerpunkt bei Markus,
Lukas und Matthäus in ihrer Nähe zur Historie. Dort geht es im
wesentlichen um die geschichtliche Darstellung von Leben und
Wirken Jesu. Johannes hat eben mehr die Verkündigung und das
Wesen von Jesus in seinem Blickfeld gehabt.
Genau
damit kommt Johannes dem Thomas näher als die anderen
Evangelisten. Denn stärker noch als bei Johannes ist bei Thomas
der All-Anspruch Jesu herausgestellt. Gott der Herr als das
Universum in Person, dies wird bei dem Johannes mehr zwischen
den Zeilen deutlich, während es bei Thomas eben
unmissverständlich im Klartext zu Papier bzw. Pergament
gebracht worden war. Wären die allermeisten Menschen nicht
damals wie heute so unintelligent und uninteressiert, hätte es
nicht aller dieser in ihrer Menge und Variationen erfolgten
Gleichnisse Jesu bedurft. Zu allen Zeiten mangelt es an der
erforderlichen Phantasie, sozusagen über den Tellerrand
hinauszusehen. In ein paar wenigen Sätzen ließe sich das
komplette Evangelium darstellen. Doch wäre das wohl viel zu
abstrakt, um damit mehr als ein kleines Häuflein Leute
anzusprechen.
Die
kirchlichen Massenveranstaltungen können nicht darüber
hinwegtäuschen, dass die Anzahl der wirklich nach der Wahrheit
suchenden Menschen weltweit auf gegenwärtig wenige hundert
beschränkt ist. Da fehlt es an Energie und innerer
Getriebenheit, um tiefgreifenden Willen nach Gotteserfahrung und
-nähe zu entwickeln. Vielleicht könnte der Thomastext mit
seinen allen kirchlichen Lehren überlegenen Verheißungen hier
etwas ändern. Und vielleicht könnte der vorliegende
Evangelienabgleich dabei ein wenig helfen. Erstellt wurde er, um
eben deutlich zu machen, dass die Ausgrenzung des Thomastextes
absolut ungerechtfertigt ist. Wie ja in der Öffentlichkeit
schon richtig vermutet wird, hätten die Kirchen ihre Lehren neu
zu überdenken, und dabei jede Menge überflüssigen Ballast
abzuwerfen. Das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes
beispielsweise zwingt geradezu an früher begangenen Fehlern auf
Biegen und Brechen festzuhalten.
Wir
freuen uns jedenfalls sehr, allen Menschen die guten Willens
sind, mit dem vorliegenden Evangelienabgleich ein
Gratis-Arbeitsmittel an die Hand zu geben. Damit kann sich ein
jeder bequem und komfortabel von der tatsächlichen Größe Jesu
überzeugen, welche alle Dimensionen zu sprengen geeignet ist.
Wer das nun trotz solcher Arbeiten wie vorliegend nicht
anerkennt und anzunehmen bereit ist, hat sich damit sein eigenes
Urteil gesprochen, ohne dass es irgendeines Richterspruches des
Menschensohnes oder des Vaters braucht. Denn wie es heißt es so schön
und wahr im
Volksmund: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!
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